Warum diese Frage für ein eCommerce-Unternehmen so wichtig ist? Vor allem wegen des Widerrufsrechts.
Einer Privatperson steht innerhalb von zwei Wochen bzw. einem Monat nach Vertragsabschluss und einer Widerrufsbelehrung ein Widerrufsrecht zu, nach welchem die Person vom Kaufvertrag ohne Angabe von Gründen zurücktreten kann. Einem gewerblichen Kunden steht dieses Recht nicht zu.
Somit ist es für den Shopbetreiber günstiger, wenn ein Unternehmer bestellt. Dadurch entfällt das Risiko einer Retoure, bei der unter Umständen zusätzliche Kosten entstehen können. Besonders schwer fällt die Einschätzung, wenn ein Kunde ein Produkt bestellt, das sowohl gewerblich als auch privat eingesetzt werden kann.
Im Zweifelsfall wäre die einfachste Lösung festzustellen, ob die Bestellung an eine Firmenadresse geschickt wird oder nicht. Leider ist dies rechtlich nicht ganz eindeutig. Eine Lieferung an die Firmenadresse garantiert nicht unbedingt eine gewerbliche Verwendung des bestellten Produktes und laut einem aktuellen Gerichtsurteil bestellt im Zweifel immer eine Privatperson. Wie löst man also das Problem?
Man fragt ganz einfach den Kunden während des Bestellprozesses, ob er als Gewerbetreibender oder als Privatperson bestellt. Somit erspart man sich Missverständnisse, teure Prozesse und unzufriedene Kunden.








