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Preissuchmaschinen haben Priorität vor Online-Shops

Dienstag, 16. März 2010 verfasst von Alexander Schell
Preissuchmaschinen und Online-Shops müssen gleiche Preise ausweisen

Preissuchmaschinen und Online-Shops müssen gleiche Preise ausweisen

In einem aktuellen Urteil entschied der BGH, dass Benutzer von Preissuchmaschinen die “höchstmögliche Aktualität” bei den Ergebnissen erwarten und somit die Preise in den Preissuchmaschinen mit denen im Online-Shop übereinstimmen müssen. Da die Preise in den Suchmaschinen oftmals erst Stunden später aktualisiert werden, müssen sich Online-Shops am Änderungszeitpunkt der Suchmaschinen orientieren und dürfen die Preisänderungen nicht direkt veröffentlichen.

Im vorliegenden Fall war ein Produkt in der Preissuchmaschine günstiger ausgezeichnet, als im Online-Shop. Die Folge war, wenig überraschend, eine Abmahnung, mit anschließender Gerichtsverhandlung, die zum oben erwähnten Resultat führte.

Das Urteil befindet sich gerade in der Revision. Sollte es rechtskräftig werden, stellt dieses Urteil eine enorme Hürde für Shopbetreiber und vor allem Betreiber von Preissuchmaschinen dar. Denn diese müssten die Preise entweder in Echtzeit anzeigen, was ressourcentechnisch kaum zu bewältigen ist, oder aber Shopbetreiber müssten die Preisänderungen mit den Aktualisierungszyklen der Preissuchmaschinen abstimmen.

Wie das bei zahlreichen Preissuchmaschinen gleichzeitig funktionieren soll ist fraglich. Vielleicht haben die Richter darauf eine Antwort.

Wie sich Kunden vor dem Kauf informieren

Montag, 18. Januar 2010 verfasst von Alexander Schell
Online-Recherche vor dem Kauf

Online-Recherche vor dem Kauf

Laut der Studie “Kaufentscheidung: Überzeugungskraft kommt aus dem Internet” von TNS Infratest, bei der über 6.000 Internetnutzer aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Spanien befragt wurden, recherchieren die meisten Nutzer (nämlich 66 %) vor dem Produktkauf in Suchmaschinen. Dies gilt sowohl für den Online-Einkauf als auch den Einkauf im stationären Ladengeschäft.

Auf Platz zwei der am häufigsten verwendeten Recherchemethoden liegen die Webseiten von Einzelhändlern (59%). Deutsche Einzelhändler genießen somit ein hohes Vertrauen bei den Verbrauchern und spielen für den Produktverkauf eine wichtige Rolle.

Im Mittelfeld positionieren sich Preisvergleichsseiten, Hersteller- bzw. Dienstleisterwebsites und Online-Auktionswebsites.

Überraschenderweise wird Social Media (Web 2.0 Kritikwebsites, Foren, Videoportale, Blogs, Social Networks und Microblogs) von den befragten Teilnehmern kaum für die Recherche genutzt. Spitzenreiter sind hier die Verbraucherkritikwebsites mit 32%. Die stark gehypten Videoportale (youTube, myVideo, clipfish u.s.w.) liegen mit lediglich 11% im unteren Bereich der genutzten Informationsmöglichkeiten.

Wie die Suchintensität bei ausgewählten Warengruppen aussieht, was die Hauptmotive der Suche sind und welche Strategien die Nutzer bei der Internet-Recherche anwenden können Sie in der kostenlos erhältlichen Studie nachlesen.

Suchmaschinenoptimierung wird sich wandeln

Montag, 20. Juli 2009 verfasst von Alexander Schell

Mit der rasanten Zunahme von Portalen, Communities, Bewertungsplattformen, Sozialen Netzwerken, Preissuchmaschinen und weiteren User Generated Content-Plattformen entwickelt sich das Internet immer mehr zum web 2.0 (ja, schon wieder das Wort). Da Inhalte zunehmend aus Benutzereingaben generiert werden und die von der unternehmensseite veröffentlichten Inhalte mehr und mehr von einer Inhouse SEO-Abteilung betreut werden, muss sich die SEO-Branche in absehbarer Zeit von Ihrem bisherigen Tagesgeschäft lösen und neue Verkaufsargumente etablieren.

Heutzutage geht es immer weniger um OnSite-Optimierung wie Meta-Tags, Keywords oder eine saubere Architektur. Dies gehört mittlerweile zum Standardportfolio eines guten Web-Entwicklers respektive einer Web-Agentur oder es wird, wie bereits erwähnt, Inhouse geregelt. Bei der OffSite-Optimierung (Linkbuilding, Online-PR, Verzeichnislistenpflege, Linkkauf etc.) ist die Situation nicht ganz so akut, die Tendenz weist aber weg von spezialisierten SEO-Agenturen hin zu Inhouse-Lösungen oder Full-Service-Anbietern.

Der Grund ist ein ganz Einfacher: Geld. Unternehmen sind, insbesondere durch die Wirtschaftskrise, nicht länger bereit hohe Summen in Maßnahmen zu investieren, von denen sie nicht einmal ein Feedback erhalten. Aussagekräftige Reportings sind oftmals nicht vorhanden, werden von den Kunden missverstanden oder fehlinterpretiert weil fundierte Grundkenntnisse nicht vermittelt werden. Nur in wenigen Ausnahmefällen profitieren Kunden spürbar und nachweislich von der SEO-Betreuung.

Aber wie können SEO-Agenturen nun auftrumpfen? Sie müssen für den Kunden zu “Content Controllern” werden. Da Inhalte oftmals nicht mehr in der Hand der Unternehmen liegen, sondern in der des Users, muss die Aufgabe der SEO-Agenturen eine steuernde und überwachende werden. Stichwörter hierbei Online-PR, Reputations-Management, Social Networking. SEO-Agenturen müssen zu einem “Must-Have” jeder PR-Abteilung werden, da sich diese kaum mit den technischen Gegebenheiten des Internets, geschweige denn der Suchmaschinen auskennen. Hierdurch erfahren Unternehmen einen bisher nicht vorhandenen Mehrwert in der Außenkommunikation und SEO-Agenturen können Ihr Know-How dort einbringen wo es am effektivsten ist: an der Informationsquelle.