Artikel-Schlagworte: „Google“

Google Analytics bald wertlos?

Donnerstag, 25. März 2010 verfasst von Alexander Schell
Opt-Out-Plugin für Google Analytics

Opt-Out-Plugin für Google Analytics

Laut einem Eintrag im Google-Analytics-Blog von Amy Chang, Group Product Manager bei Google für Analytics, testet Google ein globales, browserbasiertes Opt-Out-Plugin für sein kostenfreies Tracking-Tool “Google Analytics”. Damit soll es Website-Besuchern möglich sein, eine Datenerfassung durch Google-Analytics zu vermeiden.

Ob dieses Plugin nur für jeweils einzelne Websites oder global für alle Websites mit Google Analytics gilt, bleibt abzuwarten. Geht man von den Äußerungen im Analytics-Blog aus (“…the best approach would be to develop a global browser based plug-in to allow users to opt out of being tracked by Google Analytics.”), ist Google an einer globalen Lösung interessiert. In diesem Fall wären mit einem Schlag unzählige User für die Seitenbetreiber, welche Google Analytics einsetzen, unsichtbar.

Obwohl dies ein großes Entgegenkommen für alle Datenschützer ist, wären somit alle gesammelten Analytics-Daten völlig verfälscht und nicht zu gebrauchen. Es gäbe somit keinen Grund mehr, Google Analytics weiterhin einzusetzen.

Google wird Standort China wohl aufgeben

Montag, 15. März 2010 verfasst von Alexander Schell

Die Wahrscheinlichkeit liegt laut FTD sogar bei 99,9 Prozent.

Li Yizhong, Minister für Industrie und Informationstechnologie, betrachtet die kompromisslose Haltung Googles gegenüber den chinesischen Zensurregelungen “als unfreundlichen Akt”. Google ist seit bereits vier Jahren auf dem chinesischen Markt präsent und akzeptierte trotz öffentlicher Kritik die Zensurregelungen Chinas, doch seit den massiven Hackerangriffen Mitte Januar (wir berichteten) ist damit Schluss.

Damit entscheidet sich Google, sein erobertes Drittel des chinesischen Suchmaschinenmarktes aufzugeben und überlässt dem Hauptkonkurrenten Baidu.com das Feld. Außer dem enormen Verlust an Einfluss und Reichweite muss Google durch den Rückzug aus China laut Schätzungen von JPMorgan rund 600 Mio. $ Umsatz einbüßen.

Ist der IE6 ein Auslaufmodell?

Donnerstag, 4. Februar 2010 verfasst von Alexander Schell
IE6 noch verwendbar?

IE6 noch verwendbar?

Ab März 2010 wird Google den IE6 bei seinen Produkten Google Docs und Google Sites nicht mehr berücksichtigen. Unterstützt werden folgende Browser: Internet Explorer 7.0+, Mozilla Firefox 3.0+, Google Chrome 4.0+ und Safari 3.0+. Vermutlich zählt auch Opera zu den unterstützten Browsern, da dieser regelmäßig aktualisiert wird und auf dem neuesten Stand der Technik ist.

Genau wie Google sind wir der Meinung, dass sich das Web bereits so stark weiterentwickelt hat, dass ältere Browser keine solide Grundlage mehr für die Features von heute darstellen. Wir werden in Zukunft den Internet Explorer 6 nur noch auf ausdrücklichen Kundenwunsch bei der Website-Gestaltung berücksichtigen.

Das erspart Ihnen Zeit und Kosten bei der Umsetzung und ermöglicht den Einsatz der neuesten Webtechnologie auf Ihrer Web-Präsenz. Was denken Sie über unsere Entscheidung? Wir sind gespannt auf Ihre Kommentare.

Achtung vor Black-Hat-SEO

Dienstag, 2. Februar 2010 verfasst von Alexander Schell
Gefährliches Black-Hat-SEO

Gefährliches Black-Hat-SEO

Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimiziation, kurz SEO) ist heutzutage in aller Munde, da man im Internet kaum aufzufinden ist, wenn die Seite nicht optimal bei Google positioniert ist. Eine Optimierung der Internetpräsenz nach den von Google zugestandenen Methoden nennt man White-Hat-SEO. Was genau ist aber nun Black-Hat-SEO? (Erklärung: White-, Black-, und Grey-Hat bei Wikipedia)

Black-Hat-SEO ist eine Form der Suchmaschinenoptimierung, bei der die Richtlinien der Suchmaschinen bewusst verletzt werden. Beispiele dafür sind Cloaking, Doorway-Pages, Keyword-Stuffing (Seite mit Schlüsselwörtern “vollstopfen”), Hidden-Text sowie massiver Linkkauf- oder Linktausch. Aber warum sollte jemand diese Methoden anwenden, bei der man Gefahr läuft, von Google abgemahnt oder sogar aus dem Index ausgeschlossen zu werden? Natürlich um anderen Schaden zuzufügen.

Je bekannter, einflussreicher, mächtiger oder unbeliebter ein Unternehmen wird, desto höher ist die Gefahr einer Black-Hat-SEO-Attacke. Mittlerweile tobt ein richtiger SEO-Krieg im World Wide Web. Dienstleister oder Hacker werden für gezielte Attacken gegen Konkurrenten oder Feinde engagiert. Diese tätigen Linkkäufe im Namen des “Zielobjekts” hacken dessen Website und implementieren Black-Hat-SEO-Maßnahmen, leiten übermäßigen Traffic auf die Zielwebsite, lassen Klickbots auf deren SEM-Anzeigen laufen und generieren somit Kosten, oder sie zerstören die Online-Reputation des “Zielobjekts” durch falsche Einträge in Foren, Blogs und Social Networks.

Die beste Möglichkeit sich davor zu schützen ist Aufmerksamkeit. Überwachen Sie Ihre Internet-Aktivitäten und gehen Sie Auffälligkeiten nach. Idealerweise beauftragen Sie professionelle Unternehmen für Ihre SEO, SEM und Ihr Reputations-Management. Diese übernehmen für gewöhnlich auch die Analyse, überwachen die entsprechenden Aktivitäten und helfen Ihnen bei der Abwehr von Attacken.

Paid Content kostenlos

Montag, 1. Februar 2010 verfasst von Alexander Schell

Bereits im August 2009 haben wir über die damals bevorstehende Paid-Content-Offensive berichtet. Diese wurde nun von den Verlagen, allen voran Axel Springer, auch in die Tat umgesetzt. Allerdings gibt es für diese Bezahlangebote auch “Hintertürchen”.

Eines dieser “Hintertürchen” ist bei internetbewanderten Usern als “Deep Link” bekannt. Deep Links verweisen direkt auf die Inhaltsseiten, welche eigentlich nur gegen Gebühr bereit stehen. Des Weiteren bieten die Verlage die Inhalte auf ihren Mobilportalen auch kostenfrei an. Diese sind zumeist durch die Subdomain mobil.meinewebsite.de , statt www.meinewebsite.de erreichbar. Aber warum sind diese Seiten direkt abrufbar, wenn man die korrekte Internetadresse besitzt? Ganz einfach: wegen Google.

Würden die Verlage die Seiten komplett “abriegeln”, was technisch problemlos möglich ist, könnten die Suchmaschinen-Bots (Crawler genannt) die Inhalte nicht mehr indizieren. Die Inhalte wären somit im Internet nicht mehr aufzufinden. Also bleibt den Bots die Tür zu den Bezahlinhalten offen. Ein weiterer Weg an die Inhalte zu gelangen ist folglich, den User-Agent des eigenen Webbrowsers als Bot zu tarnen.

Den Verlagen ist ihre Abhängigkeit von Google, trotz aller Schelte gegen den Konzern, durchaus bewusst. Darum wird bewusst darauf Verzichtet, die Lücken zu schließen, da die Verlage hoffen, über diesen Weg flüchtige Leser der jeweiligen Artikel zu einem Abo zu bewegen oder zumindest von den Werbeinnahmen zu profitieren, welche durch die Besucher generiert werden. Ob die Rechnung aufgeht, darf bezweifelt werden.

Google.cn will nicht mehr zensieren

Mittwoch, 13. Januar 2010 verfasst von Alexander Schell

Der Suchmaschinenprimus Google weigert sich ab sofort seine Suchergebnisse der chinesischen Zensur zu unterstellen und riskiert dadurch den Fuß im am schnellsten wachsenden Internetmarkt der Welt zu verlieren.

Grund für die endgültige Entscheidung sollen laut Medienberichten massive Hackerangriffe sowie diverse andere Angriffe wie Diebstahl von Programmcode sein. “Wir haben entschieden, dass wir nicht länger bereit sind, unsere Suchergebnisse auf Google.cn zu zensieren”, heißt es im offiziellen Weblog des Unternehmens

Eine Vielzahl von Bürgerrechtsgruppen begrüßten die Entscheidung und bezeichneten sie “als einen mutigen Schritt zum Schutz der Internetfreiheit und der Menschenrechte.”

Ob Google die lokale Suchmaschine ohne Zensur weiterbetreiben kann wird sich wohl erst bei Verhandlungen mit der chinesischen Regierung rausstellen.

Google updatet Startseite

Donnerstag, 3. Dezember 2009 verfasst von Alexander Schell
Neues Google-Design

Neues Google-Design

Google reduziert bei dem neuesten Design-Update die Elemente auf der Startseite. Zu sehen sind sind lediglich das Logo, das Suchfeld und die zwei obligatorischen Buttons “Google-Suche” und “Auf gut Glück!”. Sobald Sie Ihre Maus bewegen, werden die altbekannten Elemente allesamt eingeblendet.

Unserer Meinung nach eine sehr elegante Methode, die Aufmerksamkeit der Benutzer auf das Kernelement von Google (die Suche) zu fokussieren und gleichzeitig die restlichen Funktionen beizubehalten. Somit kehrt Google zu den Tugenden der Anfangstage zurück und das ist “Simplicity” (Einfachheit). Gepaart mit einem genialen Algorithmus, war es nämlich genau das, was Google zu dem gemacht hat was es heute ist.

Darüberhinaus experimentiert Google derzeit mit einer überarbeiteten Darstellung der Suchergebnisliste um den designtechnischen Vorsprung des neuen Konkurrenten Bing aufzuholen. Es lohnt sich also derzeit ein wachsames Auge auf Google zu haben.

Buchtipp: Google AdWords

Montag, 30. November 2009 verfasst von Alexander Schell

Das Standardwerk “Google AdWords” von Alexander Beck macht Sie mit allen wichtigen Funktionen von Google AdWords bekannt. Sie lernen Schritt für Schritt wie Sie ein Google AdWords Konto anlegen und verwalten. Des weiteren lernen Sie die Funktionen am besten einzusetzen um eine erfolgreiche AdWords-Kampagne durchzuführen.

Angefangen bei der Kampagnenplanung über die Umsetzung bis zum endgültigen Controlling. Ein echtes Muss für alle, die sich mit Keyword-Advertising beschäftigen und dafür Google AdWords benutzen.

Buchdaten:
“Google AdWords” von Alexander Beck
2. Auflage 2009, Softcover
464 Seiten, Format 17,0 x 24,0

ISBN 978-3-8266-5890-7

€ 29,95

Bing und Google twittern

Montag, 2. November 2009 verfasst von Alexander Schell

… zumindest zeigen die Suchmaschinen nun Twitter-Beiträge (sog. tweets) in Ihrer Suchergebnisliste an.

Bei der Fülle von Informationen war es nur eine Frage der Zeit bis es zu diesem Schritt kommt. Google ist sich sicher, dass die Nutzer durch die Einbeziehung der Tweets einen höheren Nutzen erleben. Oder: Google möchte noch mehr über uns erfahren. Bing listet ausgewählte tweets bereits seit mehreren Monaten und weitet seinen Index nun auf sämtliche Twitter-Beiträge aus. Vorerst jedoch ausschließlich auf dem US-Markt. Zudem listet Bing Statusmeldungen von Facebook.

Interessant wird es zu sehen wie die Suchmaschinengiganten die Inhalte verarbeiten. Werden Twitter-Ergebnisse separat gelistet, gibt es eine Twitter-Suche oder werden die Ergebnisse in die organische Suche mit aufgenommen? Wenn ja, wie werden diese gewichtet? Spannend ist auch wie bzw. ob die Suchmaschinen den “Live-Effekt” übertragen können, sprich wie lange sie brauchen um die Tweets zu crawlen sobald diese veröffentlicht werden. Bei 500 Tweets die Sekunde wird es schwerlich in Echtzeit ablaufen können.

Google Sidewiki unkontrollierbar

Donnerstag, 24. September 2009 verfasst von Alexander Schell

Das neueste Produkt aus dem “Don’t be evil”-Hause Google macht Websitebetreibern das Leben schwer. Über die Google Toolbar lässt sich neuerdings der Dienst “Google Sidewiki” nutzen. Eine internetweite Kommentarfunktion, die Benutzerkommentare passend zur aktuell besuchten Website anzeigt.

Klingt im ersten Moment nach einem “Big Thing”, ist in unseren Augen jedoch nicht nur nutzlos, sondern auch überaus anmaßend. Google nimmt sich das Recht heraus eine Bewertungsfunktion für jede Seite der Welt bereit zu stellen, ungeachtet dessen ob die Betreiber eine Kommentarfunktion wünschen oder nicht. Dabei hat das einstmalige Vorzeigeunternehmen im Online-Business jedoch vergessen eine entsprechende Kontrollfunktion für Webseiten-Betreiber einzurichten. Bisher haben wir keine Möglichkeit gefunden Kommentare für bestimmte Seiten oder ganze Websites zu unterbinden.

Die einzige Möglichkeit für Website-Betreiber sich vor unliebsamen Kommentaren zu schützen ist es die Google-Toolbar zu installieren und das Sidewiki zur entsprechenden URL zu beobachten. Wir gehen von einer starken Erhöhung der Downloadzahlen für die Google-Toolbar aus… ein Schelm wer Böses dabei denkt. Google ist nicht evil!

Sobald wir eine Möglichkeit sehen unliebsame Kommentare zu unterbinden werden wir dies selbstverständlich hier im Blog veröffentlichen.