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Google wird Standort China wohl aufgeben

Montag, 15. März 2010 verfasst von Alexander Schell

Die Wahrscheinlichkeit liegt laut FTD sogar bei 99,9 Prozent.

Li Yizhong, Minister für Industrie und Informationstechnologie, betrachtet die kompromisslose Haltung Googles gegenüber den chinesischen Zensurregelungen “als unfreundlichen Akt”. Google ist seit bereits vier Jahren auf dem chinesischen Markt präsent und akzeptierte trotz öffentlicher Kritik die Zensurregelungen Chinas, doch seit den massiven Hackerangriffen Mitte Januar (wir berichteten) ist damit Schluss.

Damit entscheidet sich Google, sein erobertes Drittel des chinesischen Suchmaschinenmarktes aufzugeben und überlässt dem Hauptkonkurrenten Baidu.com das Feld. Außer dem enormen Verlust an Einfluss und Reichweite muss Google durch den Rückzug aus China laut Schätzungen von JPMorgan rund 600 Mio. $ Umsatz einbüßen.

Google.cn will nicht mehr zensieren

Mittwoch, 13. Januar 2010 verfasst von Alexander Schell

Der Suchmaschinenprimus Google weigert sich ab sofort seine Suchergebnisse der chinesischen Zensur zu unterstellen und riskiert dadurch den Fuß im am schnellsten wachsenden Internetmarkt der Welt zu verlieren.

Grund für die endgültige Entscheidung sollen laut Medienberichten massive Hackerangriffe sowie diverse andere Angriffe wie Diebstahl von Programmcode sein. “Wir haben entschieden, dass wir nicht länger bereit sind, unsere Suchergebnisse auf Google.cn zu zensieren”, heißt es im offiziellen Weblog des Unternehmens

Eine Vielzahl von Bürgerrechtsgruppen begrüßten die Entscheidung und bezeichneten sie “als einen mutigen Schritt zum Schutz der Internetfreiheit und der Menschenrechte.”

Ob Google die lokale Suchmaschine ohne Zensur weiterbetreiben kann wird sich wohl erst bei Verhandlungen mit der chinesischen Regierung rausstellen.