Einfach twitter.com aufrufen, registrieren und schon ist man ein Online-Redakteur. Was sich so leicht anhört kann im schlimmsten Fall richtig teuer werden. Ein wĂŒtender oder unbedachter Satz reicht aus um einen Rechtsstreit auszulösen.
Viele halten twitter fĂŒr ein Kommunikationsmedium bei dem man anonym aller Welt den aktuellen GemĂŒtszustand ohne jegliche Konsequenzen kund tun kann, weit gefehlt. Erstens, Anonym ist im Internet schon lange niemand mehr und zweitens, birgt twitter fĂŒr Internet-Laien ein enormes rechtliches Risiko. Kurz mal den Nachbarn angeschwĂ€rzt, einige Firmeninternas ausgeplaudert, ein GerĂŒcht in die Welt gesetzt oder ein lustiges Bild aus dem Internet veröffentlicht und schon hat man sich strafbar gemacht. Dienste wie namechk.com oder whostalkin.com helfen den GeschĂ€digten den vermeintlichen ĂbeltĂ€tern auf die Schliche zu kommen, also lassen Sie es gar nicht erst so weit kommen.
Hier die wichtigsten rechtlichen Fallstricke, die es zu vermeiden gilt:
- VerschmÀhen, verleumden, beleidigen und denunzieren Sie keine Personen oder Unternehmen.
- Vermeiden Sie tweets ĂŒber Ihr Unternehmen, es sei denn Sie sind ausdrĂŒcklich dazu befugt.
- Benutzen Sie keine Namen von Prominenten oder Fremden fĂŒr Ihren Account (IdentitĂ€tsklau).
- Vermeiden Sie ebenso die Nennung von geschĂŒtzten Marken- oder Firmennamen.
- Veröffentlichen Sie keine Bilder (auch keine Thumbnails) die Sie nicht lizenziert haben.
Ăber diese und viele weitere rechtliche Sachverhalte gilt es als Online-Redakteur bescheid zu wissen. Und einmal veröffentlicht, bekommt man den Eintrag nie mehr aus dem Netz. UnzĂ€hlige Crawler und Dienste besuchen Twitter mehrmals tĂ€glich, verbreiten und verarbeiten die dortigen Inhalte und speichern diese ĂŒber Jahre. Selbst die twittereigene Löschfunktion ist angesichts dessen nur ein Feature von geringem Nutzen.